Tausch und frühe Formen des Geldes

Der Tausch ist eine sehr frühe Form des Handelns. Bestimmte Güter wie Getreide, Vieh, Muscheln, Silber oder Gold wurden direkt gegeneinander getauscht. Diese Güter waren lange haltbar, deswegen konnte man sie auch öfters tauschen. Sie konnten auch als „Zwischentauschmittel“ angenommen werden, um sie später gegen die eigentlich gewünschten Güter einzutauschen. Diesen Gütern kam damit eine erste Geldfunktion als allgemeine Tauschmittel zu. Die ersten als Tauschmittel eingesetzten Güter waren Warengeld. Warengeld bestand entweder aus Naturgegenständen (Naturalgeld), Schmuckstücken (Schmuckgeld) oder allgemeinen Gebrauchs- und Nutzgegenständen sowie Nutztieren.

Münzgeld

Die ersten Funde von vermutlichen Münzen stammen aus dem Mittelmeerraum um die Zeit 2000 v. Chr. Die Münzen wurden damals ausschließlich aus Bronze gemacht, zur Zeit der alten Griechen und Römer kamen auch Gold, Silber und Kupfer dazu. Die ertsten bedrucketen Münzen wurden ca. um 600 v.Chr hergestellt. Es war es üblich die Münzen mit Gesichtern von Göttern, Tieren, Herrschern und Symbole zu Bedrucken. Im alten Rom war die Währung Drachmen.

Münzen im Mittelalter

Von der Spätantike bis ins Frühmittelalter ging der Umlauf von Münzen in Europa stark zurück. Der Tauschhandel nahm zu, und größere Geldgeschäfte wurden oft mit normalen Metall beglichen, da das römische Reich auseinander gebrochen ist und nun es kein großes und einheitliches Reich gab. Karl der Große führte um 792 bis 793 eine Münzreform durch, die den Pfennig hervorbrachte der sich bis 2002 heilt! Als weitere Entwicklung des 13. Jahrhunderts kam in Deutschland der Groschen als größere Silbermünze auf. Die Münzbilder des Groschens zeigten erstmals verstärkt auch Fürsten des jeweiligen Territoriums.

Papiergeld(Scheine)

Papiergeld entstand im 11. Jahrhundert in China als Stellvertreter für Münzgeld. Es war ursprünglich nicht als Ergänzung zu Münzen gedacht, sondern als deren Ersatz bei Mangel an Münzen. In Europa wurde Papiergeld erst viel später eingeführt; so fand die erste Ausgabe von Papiergeld 1483 in Spanien statt, damals jedoch noch als Ersatz für fehlendes Münzgeld. Erst so richtig wurden Scheine am Anfang des 18.Jh gedruckt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Banknote zum anerkannten Zahlungsmittel einer Währung neben der Münze.Banknoten konnten fortan jederzeit bei entsprechenden Privatnotenbanken und der Reichsbank in Kurantmünzen umgetauscht werden.Seitdem wird versucht Vertrauen in entsprechenden Währungssystemen zu halten, da wenn man zuviel Geld druckt wird als Folgewirkung das Geld immer weniger Wert.

Elektronisches Geld

Elektronisches Geld ist dabei eine technische Weiterentwicklung des immateriellen Geldes. Bei elektronischem Geld wird ein Wert gespeichert. Hier ist nur ein Guthaben, kein Kredit möglich. Elektronisches Geld ist hierbei eine Alternative zu Bargeld. Strikt zu trennen ist diese Geldform von Kreditkarten. Diese sind kein elektronisches Geld, da sie keinen Geldbetrag aufgespeichert haben und nur als Ausweise für den Zugriff auf Konten dienen.